Waschmaschine reinigen – Schritt für Schritt gegen Geruch und Keime

Eine Waschmaschine die riecht, wäscht keine saubere Wäsche. Das klingt offensichtlich – und trotzdem wird die Maschine in den meisten Haushalten jahrelang nicht gezielt gereinigt. Man wäscht darin, also ist sie doch sauber, oder?

Nicht wirklich. Waschmittelrückstände, Kalk, Schimmel und Bakterien sammeln sich in Bereichen an die der normale Waschgang nicht erreicht. Und von dort wandern die Gerüche direkt in die Wäsche.

Was gereinigt werden muss – und warum

Eine vollständige Maschinenreinigung hat vier Bereiche: die Waschmittelschublade, die Gummidichtung, das Flusensieb und die Trommel selbst. Wer nur einen davon reinigt, löst das Problem oft nur halb.

Schritt 1: Waschmittelschublade

Die Schublade lässt sich bei den meisten Maschinen vollständig herausziehen – oft gibt es einen kleinen Entriegelungsknopf oder eine Lasche im hinteren Bereich. Herausnehmen, unter warmem Wasser abspülen, mit einer alten Zahnbürste die verkrusteten Ecken reinigen. Besonders die Fächer für Weichspüler und Vorwäsche setzen sich stark zu.

Den Schacht dahinter – also die Öffnung in der Maschine wo die Schublade sitzt – nicht vergessen. Dort bildet sich oft Schimmel der von der Schublade verdeckt wird.

Schritt 2: Gummidichtung

Die Türdichtung ist die häufigste Schimmelstelle. Wasser, Fusseln und Waschmittelreste sammeln sich in den Falten. Mit einem feuchten Tuch die Dichtung rundherum abwischen – die Falten aufklappen und auch dahinter reinigen.

Bei sichtbarem Schimmel: ein Tuch mit verdünntem Essig oder einem Schimmelentferner tränken, auf die betroffenen Stellen legen und einige Minuten einwirken lassen. Danach abwischen und nochmals mit klarem Wasser nachwischen. Hartnäckige schwarze Stellen brauchen manchmal mehrere Durchgänge.

Schritt 3: Flusensieb

Das Flusensieb sitzt meist hinter einer kleinen Klappe vorne unten an der Maschine. Dort sammeln sich Fussel, Haare, Münzen und was sonst noch in der Wäsche war. Ein verstopftes oder verschmutztes Sieb kann Gerüche produzieren und den Wasserablauf beeinträchtigen.

Vor dem Öffnen ein Handtuch unterlegen – es kommt Wasser heraus. Sieb herausdrehen, unter fließendem Wasser reinigen, Gehäuse auswischen, wieder einsetzen.

Schritt 4: Reinigungswaschgang

Wenn alle drei Bereiche manuell gereinigt sind, folgt ein Reinigungswaschgang. Maschine leer lassen – keine Wäsche – und bei 90 Grad starten. Ins Waschmittelfach entweder einen Waschmaschinenreiniger geben oder etwa 500 ml weißen Haushaltsessig.

Dieser Waschgang reinigt die Trommel von innen, löst Kalkablagerungen und Bakterienrückstände und spült das gesamte System durch. Bei Maschinen die lange nicht gereinigt wurden kann dabei ein deutlicher Geruch entstehen – das ist normal und zeigt dass es wirkt.

Wie oft reinigen

Einmal im Monat ist eine gute Faustregel für Haushalte die regelmäßig waschen. Wer hauptsächlich bei niedrigen Temperaturen wäscht, sollte eher alle drei Wochen reinigen – weil sich bei Kaltprogrammen mehr Rückstände ansammeln.

Dazu täglich: Tür nach dem Waschen offen lassen, Schublade leicht herausziehen damit Luft drankommt. Das verhindert den größten Teil der Feuchtigkeitsansammlung die Schimmel und Bakterien erst ermöglicht.

Wer seine Maschine gerade gereinigt hat und sichergehen möchte dass auch die Dichtung wirklich in Ordnung ist, findet dazu eine ausführlichere Anleitung im Artikel Gummidichtung der Waschmaschine reinigen – dort geht es speziell um diesen oft unterschätzten Bereich.